Als moderne, augenärztliche Gruppenpraxis mit Schwergewicht Diagnostik legen wir Wert auf modernste Gerätschaften und optimale Untersuchungsabläufe.
Wir wollen krankhafte Augenveränderungen möglichst früh erkennen und mit modernsten Therapieansätzen behandeln.

Die häufigsten Augenerkrankungen

Makuladegeneration (Altersveränderungen des Sehzentrums)

Die Makuladegeneration ist eine Erkrankung des „Videochips“ des Auges. Sie betrifft vor allem ältere Personen und kann zum Verlust der Lesefähigkeit führen. Ab dem 60. Lebensjahr ist deswegen die Früherkennung beim Augenarzt wichtig.

Es gibt bei der Makuladegeneration zwei Formen der Erkrankung:

  • Die trockene Makuladegeneration, welche meist langsam fortschreitet und mit Lutein- und Zeaxanthinhaltiger Nahrungsergänzung (Vitalux Plus u.ä.) etwas verlangsamt werden kann.
  • Die feuchte Makuladegeneration hat oft einen rascheren Verlauft mit deutlicher Sehverschlechterung zur Folge. In diesen Fällen kann man mit speziellen Medikamenten eingreifen, die man ins Augen injizieren muss.

Da es sonst wenige therapeutische Optionen gibt, ist die Vorsorge durch eine gesunde Ernährung, der Verzicht auf das Rauchen und das Tragen eines Sonnenschutzes sinnvoll.

Diabetes

Der zu hohe Blutzucker schädigt die kleinen Gefässe der Netzhaut und kann zum Verlust der Sehschärfe führen. Dank der guten Blutzuckereinstellung kann heute die Netzhaut über viele Jahrzehnte gesund gehalten werden.

Die Zusammenarbeit zwischen Hausarzt, Augenarzt und Patient ist daher entscheidend.

Augentrockenheit

Trockene Augen tränen häufig, was sehr störend sein kann. Ursächlich sind höheres Alter, unser Lebensstil, aber auch Augenerkrankungen oder systemische Grunderkrankungen. Die Abklärung und Therapie des trockenen Auges gehören daher in die Hände des Augenarztes.

Augenentzündung

Entzündete Augenlider, gerötet und geschwollene Bindehaut, eitriges Sekret, Augenbewegungsschmerz, Druckgefühl und Abnahme der Sehkraft stehen meist im Zusammenhang mit Infektionen, Allergien oder Fremdkörpern, können aber auch auf Entzündungen im Auge zurückgeführt werden.

Daher ist es wichtig, bei solchen Beschwerden, möglichst rasch den Augenarzt aufzusuchen.

Grauer Star (Katarakt)

Der graue Star ist auf eine alterungsbedingte Trübung der Augenlinse zurückzuführen. Es ist das häufigste Augenproblem, das es gibt. Es betrifft, wie die Alterssichtigkeit, alle Menschen. Wenn Sie das Vorrecht haben, genügend alt zu werden, werden auch Sie eine trübe Linse bekommen.

Die typischen Anzeichen für eine Linsentrübung sind:

  1. zunehmende Blendempfindlichkeit
  2. zunehmender Lichtbedarf beim Lesen
  3. abnehmende Sehfähigkeit

Oft werden diese, für uns Augenärzte klar sichtbaren Veränderungen, vom Patienten nicht wirklich bemerkt. Der Grund dafür ist die sehr langsame Entwicklung. Wird eine Linsentrübung aber subjektiv bemerkt und macht eine erneute Brillenanpassung nur noch Ihren Optiker glücklich, ist der Zeitpunkt für eine Kataraktoperation gekommen.

Dieser, am häufigsten durchgeführte Eingriff, kann vom erfahrenen Operateur mit Lokalanästhesie (Tropfen) ohne Schmerz in 15-20 Minuten durchgeführt werden. Der Eingriff ist ambulant und verläuft zu fast 100% erfolgreich.

Grüner Star (Glaukom)

Der Grüne Star beruht auf einer Schädigung der Verbindung des Auges mit dem Gehirn. Meist schädigt ein zu hoher Augendruck oder eine schlechte Durchblutung oder Sauerstoffsättigung den Sehnerv.

Leider sind entstandene Schäden am Sehnerv nicht reversibel. Durch den zunehmenden Verlust an Nervenfaser, anfänglich ca. eine Million Fasern pro Auge, schränkt sich das Gesichtsfeld von aussen zum Zentrum hin ein und kann in einer völligen Erblindung enden.

Ab dem 40. Lebensjahr empfiehlt es sich daher, den Nervenfaserbestand und den Augendruck regelmässig bestimmen zu lassen. Sollten in der Familie Verwandte mit einer Glaukom Erkrankung bekannt sein, empfehlen sich Kontrollen schon im frühen Erwachsenenalter.

Wir können heute sehr genau feststellen, ob Sie noch genügend Nervenfasern haben oder ob sich Ihr Nevenfaserbestand negativ entwickelt.

Als Therapieoptionen kommen grundsätzlich drei Verfahren zum Einsatz:

  1. die lokale Tropftherapie – die häufigste oft lebenslang Therapie
  2. die durchblutungsfördernden Medikamente
  3. die chirurgischen Therapieansätze (selektive Laser Trabekuloplastik, mikroinvasive Chirurgie, Trabekulektomie)

Leider kann man die Glaukom Erkrankung nicht heilen. Man kann nur ihren Verlauf günstig beeinflussen und so Gesichtsfeld und die Sehkraft bewahren.

Netzhautablösung

Die Netzhaut ist die lichtempfindliche Schicht im Auge, welche die Augeninnenfläche auskleidet.

Wie eine Tapete haftet sie auf ihrem Untergrund. Durch periphere Netzhautschäden (meist schon angeboren), kombiniert mit Glaskörpertraktionen (durch das altersbedingte Schrumpfen des transparenten Füllmaterials im Auge) kann es zu löchern in der Netzhaut kommen. Zwischen Netzhaut und Glaskörper entwickelt sich eine klare Flüssigkeit, die sich dann wie Kriechwasser unter der Netzhaut ausbreitet. So kommt es zu einer erst lokalen und dann generalisierten Netzhautablösung (Amotio).

Unbehandelt führt dieser Prozess zur völligen Erblindung des betroffenen Auges.

Wie beim Glaukom, gibt es auch bei der Netzhautablösung eine familiäre Häufung (angeborene periphere Netzhautveränderungen), meist liegt aber lediglich eine Kurzsichtigkeit (Myopie, Minusdioptrien) vor oder es besteht ein Status nach Unfall mit Augenbeteiligung. Subjektiv werden Blitze im Auge gesehen, oft kombiniert mit störenden Trübungen (Mouches volantes od. Floaters) oder Spinnennetze, schwebende Fetzen oder einem dunklen Schleier (Russregen durch feine Glaskörpereinblutungen).

All diese Symptome sind Alarmzeichen, bei denen Sie sofort Ihren Augenarzt aufsuchen sollten. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung und Therapie kann Ihre Sehkraft mit meist wenig Aufwand erhalten bleiben.